Wann darf sich ein Angestellter privat krankenversichern?

pkvEin Selbstständiger oder ein Freiberufler darf jederzeit in eine private Krankenversicherung wechseln. Hierbei liegen keinerlei gesetzliche Beschränkungen vor. Doch wie sieht es bei einem Angestellten aus? Wann darf dieser in eine private Krankenversicherung wechseln? In diesem Fall gibt es einige Bestimmungen zu beachten. Eine hiervon ist die Höhe des Gehaltes.

 

Versicherungspflichtgrenze beachten

Angestellte sind in erster Linie pflichtversichert. Dies bedeutet, dass nur eine gesetzliche Krankenversicherung in Frage kommt. Erst ab einem bestimmten Einkommen darf ein Angestellter in die private Krankenversicherung wechseln. Es muss die Versicherungspflichtgrenze überschritten werden. Hierbei handelt es sich um eine Verdienstgrenze und die private Krankenversicherung steht erst dann zur Wahl, wenn der eigene Verdienst die aktuelle Grenze überschreitet. Im Jahr 2016 sind es 56.250 Euro im Jahr. Wer mehr verdient, darf sich für eine private Krankenversicherung entscheiden. Im Normalfall wird der Angestellte von seiner Krankenkasse darauf aufmerksam gemacht und der Versicherte muss innerhalb von ein paar Wochen einen Antrag bei der privaten Versicherungsgesellschaft stellen. Welcher Tarif der beste ist und die gewünschten Leistungen bietet, erfährt man über einen kostenlosen private Krankenversicherung Vergleich.

 

Wonach richten sich die Beiträge?

Die Beiträge einer privaten Krankenversicherung gestalten sich unabhängig von der Einkommenshöhe. Die Beiträge berechnet die Krankenkasse lediglich nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen. Diese Tatsache kann manchmal günstig sein, wenn der eigene Verdienst relativ hoch ist. Sobald sich der Verdienst durch Teilzeitarbeit oder gar einer kurzen Arbeitslosigkeit verringert, dann könnten die bestehenden Beiträge ein Problem darstellen. In solchen Fällen muss der Versicherte schnell reagieren und zum Beispiel den Tarif wechseln. Alternativ kann der bisherige Tarif behalten, der Selbstbehalt aber erhöht werden. Auf diese Weise spart der Versicherte, wenn er keine medizinischen Leistungen in Anspruch genommen hat.

Tipp: Gesellschafter oder Geschäftsführer haben es wesentlich einfacher, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. In diesen Fall muss oftmals keine Versicherungpflichtgrenze überschritten werden, um in eine private Krankenversicherung wechseln zu dürfen. Wer in dieser Situation ist, sollte sich bei den privaten Versicherungsgesellschaften erkundigen, um keinen Nachteil zu erhalten. Es sollten immer die neuesten Bestimmungen abgefragt werden. Teilweise ist die Rechtsform des Unternehmens, für den der Angestellte als Geschäftsführer arbeitet, ausschlaggebend, ob die Versicherungspflichtgrenze gilt oder nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungspflichtgrenze